Sascha Anderson

Einfach idiotisch!

Sascha Anderson ist nach seiner Enttarnung als Stasi-Spitzel tief gefallen. Mit Christopher Beschnitt und Kübra Yücel sprach der einstmals gefeierte Künstler vom Prenzlauer Berg über seinen Verrat an den engsten Freunden und darüber, warum Gregor Gysi kein öffentliches Amt bekleiden sollte.

Alexander, genannt ›Sascha‹, Anderson wird 1953 in Weimar geboren. Er machte sich – vor allem in den 1980er-Jahren in der alternativen DDR-Künstlerszene vom Prenzlauer Berg – einen Namen als Schriftsteller. 1991 wird er von Jürgen Fuchs und Wolf Biermann als ehemaliger Informant des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit enttarnt; Biermann nennt ihn öffentlich »Sascha Arschloch«. Anderson ist Autor zahlreicher Lyrik- und Prosawerke. 1996 gründete er gemeinsam mit Bert Papenfuß-Gorek die Edition Poetische Boegen. Seit 2006 gibt Anderson – ebenfalls mit Papenfuß-Gorek – die Reihe Black Paperhouse im Gutleut Verlag heraus. Sascha Anderson, Vater zweier Kinder, lebt mit seiner Partnerin in Berlin und Frankfurt am Main.