Ulrich
Beck
Ulrich
Beck: Giftmischer und Lebensretter
Die Medien
dürstet es nach Skandalen. Sie sind maßlos, übertreiben
– und tragen trotzdem zur Aufklärung bei, sagt Ulrich
Beck. Mit Hanna Klimpe und Sara Uhlemann sprach der
Soziologe über die zweite Geburt von Katastrophen und unser
kulturelles Nervensystem.
Ulrich Beck wird 1944 in Stolp in Pommern (heute Polen)
geboren und wächst in Hannover auf. Nach dem Abitur
studiert er Jura, Soziologie, Philosophie, Psychologie und
Politische Wissenschaft. 1972 promoviert er an der
Ludwig-Maximilians-Universität in München, 1979 folgt die
Habilitation. Seit 1992 ist Beck dort Professor für
Soziologie, seit 1997 zudem
The British Journal of
Sociology Professor an der London School of Economics
and Political Science. Eine große Öffentlichkeit erreicht
er 1986 mit seinem bekanntesten Werk
Risikogesellschaft. Seine zahlreichen Bücher
werden in 35 Sprachen übersetzt. Beck prägt diverse
Begriffe, die in die soziologische wie öffentliche
Diskussion eingegangen sind, wie zum Beispiel
›Fahrstuhleffekt‹,
›Individualisierung‹, ›Zweite
Moderne‹ und ›kosmopolitisches
Europa‹. Ulrich Beck ist mit der Soziologin
Elisabeth Beck-Gernsheim verheiratet und lebt in München.