Gisela Friedrichsen: Empörungswellen

Bei der Berichterstattung über spektakuläre Verbrechen werden viele Journalisten zu Anklägern. Über die Folgen dieses Rollenwechsels für die Gesellschaft sprach die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen mit Carmen Dencker, Inse Leiner und Friederike Meister.

Gisela Friedrichsen, in München geboren, studiert Geschichte und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie volontiert bei der Augsburger Allgemeinen und arbeitet danach bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Erst schreibt sie ein Jahr lang für die Lokalausgabe, bevor sie 1975 in die politische Redaktion ›Deutschland und die Welt‹ wechselt. 1989 holt der Spiegel-Reporter Gerhard Mauz sie zum Spiegel. Gisela Friedrichsen ist die bekannteste Gerichtsreporterin Deutschlands. Eine Auswahl ihrer Texte erscheint 2004 in dem Sammelband Ich bin doch kein Mörder. Im Mittelpunkt ihres jüngsten Buches Im Zweifel gegen den Angeklagten steht der Fall Pascal aus Saarbrücken.