Fritz Goergen: Das Mastermind

Fritz Goergen arbeitete als politischer Berater für Jürgen Möllemann und ist ein intimer Kenner der fdp. Mit Claudia Beckschebe und Annika Giese sprach er über Intrigen, latenten Antisemitismus und seine Rolle als Löwenbändiger.

Fritz Goergen wird 1941 als Fritz Fliszar in Österreich geboren. Nach seinem Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie zieht er 1966 nach Deutschland und tritt zwei Jahre später der FDP bei. Er arbeitet für Spitzenpolitiker wie Walter Scheel und wird 1979 unter Hans-Dietrich Genscher Bundesgeschäftsführer. Später leitet Goergen mehr als 13 Jahre die par­teinahe Friedrich-Naumann-Stiftung. 1998 heiratet er Barbara Goergen und nimmt ihren Familiennamen an. Bekannt wird Goergen als Kampagnenmanager Jürgen Möllemanns, den er im Jahre 2000 mit seiner ›Werkstatt 8 Prozent‹ zu einem sehr guten Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen führt: Mit 9,8 Prozent ziehen die Liberalen wieder in den Landtag ein, aus dem sie fünf Jahre zuvor ausgeschieden waren. Für die Bundestagswahl 2002 entwickelt Goergen die ›Strategie 18‹ und wird persönlicher Berater von Guido Westerwelle. Nach der Wahl verlässt Goergen 2002 die FDP. Heute arbeitet er als Publizist und Kommunikationsberater in Köln.