Hans
Leyendecker: Der Rechercheur
Hans
Leyendecker ist der erfolgreichste Enthüllungsjournalist
der Republik. Er deckte zahlreiche Skandale in Politik und
Wirtschaft auf. Mit Sarah-Lynn Paetzel und Florian Diekmann
sprach er über Trophäen, schmutzige Hände und seine größte
Niederlage.
Hans Leyendecker wird 1949 in Brühl geboren. Nach der
Schule absolviert er ein Volontariat beim
Stader
Tageblatt und arbeitet anschließend als freier
Journalist in Bayern, bevor er 1979 als Landeskorrespondent
für Nordrhein-Westfalen zum
Spiegel kommt. Seinen
Ruf als journalistischer Spürhund begründet er 1982 mit
seinen Recherchen zum Flick-Parteispenden-Skandal, die in
einigen Titelgeschichten des
Spiegels
veröffentlicht werden und zu zahlreichen Rücktritten und
Verurteilungen von Spitzenpolitikern führen. Später
enthüllt Leyendecker weitere Skandale, unter anderem die
Traumschiff-Affäre um Lothar Späth (1989), die Steueraffäre
Peter Grafs (1995) und die Plutonium-Affäre des BND (1995).
1997 scheidet er im Streit mit dem damaligen Chefredakteur
Stefan Aust vom
Spiegel und wechselt zur
Süddeutschen Zeitung. Zum ›Fall seines
Lebens‹ wird die CDU-Parteispendenaffäre 1999/2000.
Hans Leyendecker ist verheiratet und hat fünf Kinder und
sieben Enkel. Er lebt und arbeitet in Leichlingen im
Bergischen Land.