Matthias Prinz: Der Rächer der Begehrten

Matthias Prinz ist der Medienanwalt der Prominenz. Mit Juliane Schramm und Marcus Schuster sprach er über wertlose Wahrheiten und seinen Überdruss an der Welt der Regenbogenpresse.


Matthias Prinz, geboren 1956 in Berlin, ist der bekannteste Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Persönlichkeits- und Medienrechts in Deutschland. Nach dem Jurastudium in Hamburg und Harvard wird er in Hamburg und New York als Rechtsanwalt zugelassen. Prinz promoviert und lässt sich in Hamburg als Rechtsanwalt nieder. Bekannt wird er 1985 mit dem Fall Julius Hackethal, einem Arzt, der einer krebskranken Frau Zyankali besorgt hat. In diesem Verfahren beschäftigt er sich erstmals intensiv mit Fragen des Medien- und Persönlichkeitsrechts, auf die er sich dann spezialisiert. Zu seinen Mandanten gehören Konzerne wie die Deutsche Telekom, die Deutsche Börse, Siemens und Volkswagen, aber auch Persönlichkeiten wie der König von Schweden, der Fürst von Monaco, der Sultan von Brunei, der Aga Khan, Karl Lagerfeld, Claudia Schiffer und Prinzessin Caroline von Hannover. Für Letztere erwirkt Prinz zahlreiche Grundsatzurteile des Bundesgerichtshofs, des Bundesverfassungsgerichts und die bekannte ›Caroline-Entscheidung‹ des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Seit 1997 ist er Lehrbeauftragter an der FU Berlin. Matthias Prinz ist der Sohn des ehemaligen Chefredakteurs der Bild-Zeitung und späteren Vorstandsvorsitzenden des Axel-Springer-Verlags, Günter Prinz, und seit 1990 mit der PR-Agentin Alexandra Freifrau von Rehlingen verheiratet. Er ist Vater von vier Kindern.