Jürgen Todenhöfer: In der Roten Zone
Jürgen
Todenhöfer hat für seine Bücher über den Irak-Krieg sein
Leben riskiert. Mit Ina Almeroth, Annika Giese und Kübra
Yücel sprach der Medienmanager über Propaganda-Lügen,
eingebetteten Journalismus und die Macht der
Bilder.
Jürgen Todenhöfer wird am 12. November 1940 im badischen
Offenburg als Sohn eines Amtsrichters geboren. Nach dem
Abitur 1959 studiert er Rechts- und Staatswissenschaften an
den Universitäten München, Paris, Bonn und Freiburg im
Breisgau, wo er 1969 promoviert. Anschließend arbeitet er
als Richter am Strafgericht Kaiserslautern. 1972 zieht
Todenhöfer für die CDU in den Bundestag ein. Er ist
zunächst Sprecher seiner Fraktion für Entwicklungspolitik,
später Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und von 1982
bis 1989 abrüstungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Ende der achtziger Jahre wird Jürgen Todenhöfer
stellvertretender Vorsitzender der
Burda-GmbH-Geschäftsführung und der Burda Holding. 1990
scheidet er aus dem Bundestag aus und übernimmt 1996 bei
Burda das Ressort ›Verlage‹. Ende 2008 endet
seine Tätigkeit im Konzern. Für die Recherche seiner Bücher
ist Todenhöfer mehrfach in den Irak gereist. Die drei Titel
Wer weint schon um Abdul und Tanaya? (2003),
Andy und Marwa (2005) sowie
Warum tötest du,
Zaid? (2008) wurden Bestseller. Jürgen Todenhöfer hat
drei Kinder.